25 Juni 2012

Die Geschichte von Emma (oder Dir?)

Aus Shoud 7 der Lehrer-Serie (03.02.07) mit Tobias


"...Wir gehen jetzt zurück in das Jahr 1965. Wir werden nun gemeinsam eine kleine Reise unternehmen. Die meisten von euch haben zu dieser Zeit hier auf der Erde gelebt und wenn nicht, begleitet uns trotzdem auf dieser Reise in die Vergangenheit.
1965, es ist früh am Abend, kniet ein süßes kleines Mädchen da vor ihrem Bett auf dem Boden und betet. Sie betet, weil ihre Mutter da steht und zuschaut um sicher zu gehen, dass sie nicht vergisst zu beten, bevor sie ins Bett geht. „Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name…“
Wir werden dieses kleine Mädchen dort Emma nennen, wir nennen sie Emma. Emma ist die kollektive Energie, sie ist sehr wirklich und sie ist gleichzeitig die kollektive Energie von allen Shaumbra. Einige von euch haben vergleichbare Erfahrungen gemacht wie sie, andere von euch nicht, können das aber sehr gut nachvollziehen. Sie betet vor ihrem Bett und ihre Mutter schaut zu.
Aber Emma hat gar keinen Bezug zu diesem Gebet. Sie hat es schon hundert oder tausend  Mal gebetet und es ist für sie immer diffus geblieben. Sie hat es nie verstanden. Sie hat die Worte auswendig gelernt, aber sie hat nicht wirklich verstanden, was sie bedeuten sollen. Aber die Energie dieses Gebets hat sie gespürt. Sie hat die Angst gespürt beim Beten. Sie hat gespürt, dass da wohl jemand genau aufpasst und sie beurteilt. Sie mochte das Beten nicht, aber ihre Mutter bestand darauf. Es war nicht nur, weil sie dabei knien musste, es war auch nicht deshalb, weil sie lieber etwas anderes machen wollte, aber dieses Gebet versetzte sie immer in eine Art von Angst und das taten auch die anderen Gebete, die ihre Mutter sie lehrte. Aber Emma betete, um ihre Mutter zufrieden zu stellen. Emma betete, weil sie dachte, ihre Mutter würde sich dadurch vielleicht besser fühlen.
Das Leben war nicht einfach gewesen in letzter Zeit. Emmas Vater und Mutter hatten sich vor etwa einem Jahr scheiden lassen. Es gab finanzielle Schwierigkeiten. Emma konnte die Angst  ihrer Mutter fühlen, eine Angst, die früher nicht da gewesen war. Sie hatte immer gelächelt, gelacht, gesungen und nun waren da Sorgenfalten auf dem Gesicht ihrer Mutter zu sehen. Sie sprach mit strenger Stimme, gesungen wurde nicht mehr. Emmas Mutter musste sich um sie und ihre zwei älteren Brüder kümmern. Die beiden mussten übrigens nicht mehr beten, denn die Mutter war es einfach leid, mit ihnen darüber zu streiten. Nun war es an Emma, als einzige in der Familie die ganze Verantwortung für dieses Gebetsritual zu tragen.
Emmas Mutter saß meistens am Tisch und las die Zeitung während des morgendlichen Frühstücks. Emma mochte dieses Gefühl ebenso wenig. Sie konnte beobachten, dass ihre Mutter sich dabei Sorgen machte über solche Dinge wie Krieg. Manchmal sprach sie leise mit einer Freundin über einen möglichen Atomangriff. Sie sprach über Politik und solche Sachen, über  Prominente, Menschen in Führungsrollen, die ermordet worden waren. Emma fühlte die Schwere und die Traurigkeit in ihr und wusste nicht, was sie dagegen tun sollte. Sie empfand diese Gefühle als ihre eigenen und sie trug diese Last der ganzen Welt auf ihren Schultern, als ob es ihre eigene wäre.
Nachdem ihre Mutter ihr einen Gutenacht-Kuss gegeben hatte und das Licht ausgeschaltet hatte, musste die Mutter immer die Tür einen Spalt breit offen lassen, denn Emma hatte Angst vor der Dunkelheit. Aber es war nicht nur das, sie wollte weiterhin die Energie ihrer Mutter fühlen, denn sie machte sich Sorgen um ihre Mutter und um ihre Brüder, auch um die weiteren Verwandten und um die ganze Welt. Würde die Welt am Morgen noch da sein?
Als Emma dann an diesem Abend im Bett lag und ihren Teddybär an sich drückte - er war ihr ständiger Begleiter... Sie hielt also ihren Teddy im Arm und sprach an diesem Abend ein richtiges Gebet. Die anderen, das waren die Pflichtgebete, um der Mutter eine Freude zu machen, aber nun betete sie richtig und sagte:
„Lieber Gott, ich weiß nicht, wer du bist. Ich glaube nicht, dass du der bist, zu dem ich gerade gebetet habe. Ich weiß nicht, wo du bist, aber ich glaube nicht, dass du so weit weg bist. Lieber Gott, pass bitte auf meinen Hund Skip auf, denn ich liebe ihn sehr und ich weiß manchmal nicht, ob ich alles richtig mache mit ihm. Lieber Gott, kannst du bitte auch auf meine Brüder aufpassen, denn sie sind dumm. Sie sind Teenager und ich mache mir Sorgen um sie. Und, lieber Gott, mein Vater will wegziehen. Er hat jemand anderen gefunden und will aus unserer Stadt wegziehen. Ich mache mir Sorgen um ihn. Könntest du auch nach ihm schauen? Und, mehr als alles andere, mache ich mir Sorgen um meine Mutter, denn ich glaube, es geht ihr nicht gut im Moment. Sie sorgt sich um mich, aber eigentlich sorge ich mich um sie. Lieber Gott, bitte kümmere dich um die Welt, denn um sie mache ich mir auch Sorgen. Ich höre Geschichten, und sie ist wohl auch nicht froh zur Zeit. Ich mache mir um viele Dinge Sorgen, lieber Gott, und ich kann mit anderen Leuten nicht darüber sprechen. Mit meinem Teddybär schon, aber er hört nur zu und antwortet mir nicht. Ich hab auch versucht mit meinem Hund Skip zu sprechen, aber er will immer nur spielen. Jetzt spreche ich mit dir. Ich mache mir Sorgen um die Welt und ich weiß nicht, was ich tun soll. Hilf mir zu verstehen, denn heute Abend hab ich so ein komisches Gefühl im Bauch. Es geht mir überhaupt nicht gut. Ich glaube, mir wird schlecht. Ich weiß ja nicht, was mit mir los ist, aber wenn du mich jetzt hörst, dann zeig mir das, bitte.“
In diesem Moment begann sich Emma mit ihrem Bett zu drehen. Ihre Augen waren geschlossen und sie klammerte ihren Teddy an sich. Sie hatte das Gefühl, ihr Bett würde herumwirbeln. Sie traute sich nicht, die Augen aufzumachen, denn sie hatte Angst, da könnte vielleicht ein Ungeheuer unter ihrem Bett sein und ihr Bett in der Luft herumwirbeln, und das Ungeheuer würde nur darauf warten, sie dann gleich verschlingen zu können. Die Augen wollte sie nicht aufmachen, aber sie konnte spüren, wie sich alles drehte und immer schneller und schneller wurde. Sie dachte, sie würde sich jetzt übergeben müssen und gleichzeitig schreien, was sicher keine gute Idee wäre. Sie holte also tief Luft und sagte: „Lieber Gott, hab ich etwas falsches gesagt? Hab ich dich verärgert? Lieber Gott, bitte mach, dass dieses Drehen aufhört, denn ich kann nicht mehr.“ Und als sie gerade losschreien wollte und nach ihrer Mutter rufen, hörte das Drehen auf.
Sie wusste, dass sie immer noch in ihrem Bett lag, aber sie fühlte sich ganz anders. Sie traute sich immer noch nicht, die Augen aufzumachen, denn etwas hatte sich verändert und sie wollte nicht sehen, was mit ihr passiert war. Sie fühlte sich völlig anders. Sie fühlte sich nicht mehr wie die kleine 10 Jahre alte Emma. Sie fühlte sich nicht unbedingt älter, aber größer. Sie fühlte, dass alles um sie herum in einem warmen Licht erstrahlte. Sie fühlte eine Freude in sich, eine Freude, die sie so lange nicht mehr gefühlt hatte, dass sie sich gar nicht mehr daran erinnern konnte. Sie fühlte eine Art von Erleichterung und sie rief: Wo bin ich?
Und eine Stimme antwortete: „Liebe Emma, du bist jetzt bei mir. Du bist bei mir.“
Emma war ein bisschen verwirrt über all das und sie ging in Gedanken noch einmal alles durch, was geschehen war, was sie gesagt hatte. Aber aus ihrem Mund kamen jetzt die Worte: „Ich habe Angst. Ich hab Angst und ich weiß nicht, was ich machen soll.“
Die Stimme sagte: „Du fühlst einfach. Du fühlst deine Mutter. Du fühlst die anderen um dich herum, aber das bist nicht wirklich du.“
Emma dachte einen Moment lang darüber nach - nicht die zehnjährige Emma, sondern eine irgendwie erweiterte Emma. Emma dachte also einen Moment lang nach und sagte dann zu der Stimme: „Was soll ich denn jetzt tun?“
Die Stimme sagte: „Genau das, was du tust, genau das, auf der Erde sein, ein kleines Mädchen sein und dich jeden Tag freuen.“
Emma wurde jetzt ein bisschen mutiger, denn die Stimme beruhigte sie, tat ihr gut. Sie wusste, sie hatte diese Stimme schon mal irgendwo gehört, aber sie konnte sich nicht daran erinnern wo. Sie sagte: „Aber was soll ich machen? Was passiert mit mir?“
Die Stimme sagte: „Du wirst groß, gehst in die Schule, dann in die höhere Schule. Du machst deinen Abschluss mit nicht besonders guten Noten, aber du bestehst...“
Emma unterbrach die Stimme: „Warum können mich eigentlich die anderen Kinder nicht leiden? Ich passe scheinbar nicht zu ihnen. Warum fühle ich mich so anders?“
Die Stimme atmete tief ein und sagte: „Weil du anders bist als die anderen. Du hast einen anderen Weg gewählt. Es ist nicht so, dass sie dich nicht mögen, sie verstehen dich nur nicht. Es stimmt nicht, dass du irgendjemanden ärgerst, aber sie finden dich merkwürdig. Selbst deine eigene Mutter macht sich Gedanken um dich.“
Emma fragte: „Was wird dann passieren?“
Die Stimme sagte: „Du wirst früh heiraten. Du wirst studieren und nach einem Jahr hörst du damit auf und heiratest. Du wirst dir vornehmen, später weiter zu machen, aber stattdessen wirst du ein paar Kinder haben und verbringst deine Zeit damit, sie aufzuziehen. Wenn du Mitte 30 bist, stirbt dein Mann bei einem Autounfall.“
Emma wunderte sich: „Ist es das, was Gott für mich will?“
Und die Stimme sagte: „Nein, überhaupt nicht. Das ist das, was du gewählt hast. Das ist das, was du für dich selbst ausgesucht hast. Und du kannst das jederzeit ändern, es ist nur das, was du gewählt hast.“
Emma fragte: „Und was ist dann?“
Die Stimme sagte: „Du bist desillusioniert, niedergeschlagen. Du denkst an Selbstmord, bist sehr einsam. Es kommen viele schwierige Jahre in deinem Leben.“
Und Emma dachte auch darüber nach, darüber, was sie für eine merkwürdige Wahl getroffen hatte für ihr Leben. Sie sagte: „Aber es werden Leute da sein, die mir helfen, nicht war?“
Die Stimme sagte: „Keine Leute. Du wirst das allein machen. Es werden keine Menschen da sein, aber Engel. Es werden welche da sein, die nicht in menschliche Form bei dir sind und die dich lieben, die dich unterstützen und die für dich da sind. Aber du wirst durch vieles allein hindurch gehen.“
Emma holte noch einmal tief Luft und dachte über all das nach: „Und dann, sag, was geschieht dann?“
Die Stimme sagte: „Dann ist diese dunkle Phase deines Lebens vorbei und alles fügt sich zusammen. Du beginnst dich daran zu erinnern, warum du überhaupt einmal auf die Erde gekommen warst. Du beginnen dich zu erinnern, warum du dir gerade diese Erfahrungen ausgesucht hast. Du beginnst dich daran zu erinnern, dass du diese Erfahrungen nicht gewählt hast, um dich zu bestrafen, sondern weil du verstehen wolltest und Mitgefühl bekommen. Du wirst verstehen, dass du all diese Erfahrungen in dein Leben gebracht hast, während du gewissermaßen gewartet hast, gewartet auf den richtigen Zeitpunkt.“
Emma nahm das alles in sich auf, nicht wissend, ob das gut war oder schlecht. Und sie sagte dann zu der Stimme: „Und was ist dann?“
 Die Stimme sagte: „Dann werde ich wieder kommen. Und wir werden wieder miteinander sprechen, so wie heute. Das wird etwa 1998 sein. Etwas wird geschehen in deinem Leben, was es ist, hast du bis jetzt noch nicht gewählt. Es kann ein Buch sein, das du liest. Es kann ein Gespräch mit einem Freund sein. Es kann eine Situation in deinem Leben sein, die dir große Angst macht, ein Autounfall vielleicht, nach dem du im Krankenhaus landest. Du hast dich noch nicht entschieden, wie das geschehen wird. Aber wenn es passiert, dann werde ich zurück kommen und mit dir sprechen. Wir werden ein bisschen über dein Leben weinen und ein bisschen darüber lachen und dann werden wir die nächste Phase deines Lebens beginnen.“
Emma fragte: „Warum fangen wir denn nicht jetzt schon damit an? Warum müssen wir damit warten bis 1998?“
Und die Stimme sagte: „Weil, weil die Welt jetzt noch nicht bereit ist. Weil etwas sich gerade verändert an der Art und Weise, wie sich Energie auf der Erde verhält, an der Art und Weise wie Menschen in ihrem Leben damit umgehen. Es ist noch nicht so weit. Und vielleicht wird es niemals so weit sein, vielleicht geschieht das gar nicht. Vielleicht kommt es zu einer Katastrophe auf der Erde, aber ebenso gut kann es sein, dass eine Bewegung stattfindet, die alles auf diese völlig neue Ebene bringt.“
Emma schwieg eine Weile und dachte auch über all das nach. Dann fragte sie: „Und was geschieht dann, wenn du 1998 wieder kommst und mit mir sprichst?“
Die Stimme sagte: „Ich werde dich daran erinnern, wer du bist und warum du hier bist. Und ich werde dich an all die Potentiale in der Zukunft erinnern. Die Stimme sagte: Ich werde dich daran erinnern, dass du hierher gekommen bist, dass du für dich gewählt hast, auf die Erde zu kommen, damit du ein Schöpfer in der Neuen Energie sein kannst. Du bist vielleicht einer der ersten, die das auf der Erde manifestieren werden. Du bist vielleicht eine der ersten, die nicht nur darüber sprechen oder darüber nachdenken werden. Du bist auf die Erde gekommen, um ein Schöpfer in der Neuen Energie zu sein. Du bist hierher gekommen aus einer tiefen Herzensliebe zur Menschheit und zu dir selbst, um diese großartige Öffnung zu erleben. Nach 1998 wirst du eine Reihe von Erfahrungen machen, die dich darin lehren und schulen, ein Lehrer zu sein, ein Schöpfer zu sein, auf der Erde zu leben und schließlich auch ein Beispiel zu sein, ein Führer und ein Standard für andere Menschen. Du kannst die erste sein.“
Emma dachte nach nun auch über all das nach. Sie begann, sich daran zu erinnern, warum sie ursprünglich einmal auf die Erde gekommen war. Sie sagte: „Wenn du 1998 wiederkommst zu mir und wenn ich durch diese nächste Phase meines Lebens gehe, werde ich dann immer noch allein sein? Werde ich dann immer noch allein sein, mich so allein fühlen wie jetzt?“
Und die Stimme sagte: „Nein, das wirst du nicht. Ich spreche nämlich nicht nur zu dir allein, sondern zu 144.000 anderen Menschen. Sie machen etwas ganz Ähnliches durch wie du. Du wirst dann nicht mehr alleine sein, du wirst eine Familie haben. Das wird keine biologische Familie sein, auch keine Engelfamilie, aber du hast eine Familie und die heißt Shaumbra. Sie gehen gerade durch etwas Ähnliches wie du hindurch. Du wirst sie dann wieder treffen. Ihr werdet eure Energie zusammenschließen, während ihr doch jeder unabhängig bleibt und einzigartig. Du wirst deine Energie mit ihrer vereinen. Ihr werdet dabei mithelfen, dieses nächste Zeitalter der Menschheit auf die Erde zu bringen, diese Zeit der Neuen Energie in die Erde hinein zu pflügen und die damit verbunden Potentiale. Das Potential, über die Dualität hinaus zu gehen, über den Krieg hinaus zu gehen, über das Leiden. Das Potential, euren Körper in nur einem Augenblick zu heilen, das Potential, eure Göttlichkeit in eure Wirklichkeit zu integrieren. Also wisse, liebe Emma, du wirst nicht allein sein.“
Emma holte wieder tief Luft und sann über all das nach. Sie dachte darüber nach, sie fühlte es. Sie erinnerte sich langsam an alles, es kam zurück. Schließlich sagte Emma: „Danke, dass du heute zu mir gekommen bist. Kommst du morgen Abend wieder, damit wir weiter sprechen können?“
Und die Stimme antwortete: „Nein, morgen komme ich nicht, ich kann nicht. Ich muss warten bis 1998 und dann komme ich wieder und hole dich ab. Du wirst dich nicht daran erinnern, dass wir heute Abend miteinander gesprochen haben. Wenn du jetzt gleich schläfst und dann morgen aufwachst mit deinem Teddy im Arm, wirst du dich nicht daran erinnern können, dass wir dieses Gespräch hatten. Viele lange und schwierige Jahre liegen vor dir, aber ich werde wiederkommen. Ich komme wieder und werde dich erinnern an diese Energie der Familie, von Shaumbra.“...

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